2006. Januar

 

Comenius Projekt Kiskõrös - Göttingen

Ein Erlebnisbericht aus dem Kiskõröser Petõfi Sándor Gymnasium

Das Kiskõröser Gymnasium Sándor Petõfi hat eine Partnerschule namens Geschwister-Scholl Gesamtschule, mit der die Austauschprogramme schon seit fast 15 Jahren laufen. Diesmal flogen 19 Schülern/innen aus Kiskõrös nach Göttingen. Das Austauschprogramm war aber jetzt doch etwas anders.
Durch das Comenius Projekt mussten die Jugendlichen gemeinsam Aufgaben lösen, Aufgaben, die drei Themen beinhalteten, nämlich: Weichnachten, Essgewohnheiten und Spiele. Jeweils 2 gemischte Gruppen arbeiteten nach eigenen Plänen an den drei Themen. Sie kochten z. B. Speizialitäten der beiden Länder, stellten eine zweisprachige Rezeptsammlung zusammen, fragten Menschen auf den Strassen nach ihren Essgewohnheiten. Die Weihnachtsgruppen führten kleine Theaterstücke vor, backten Weihnachtskuchen und verglichen Weihnachtsbräuche in Ungarn und in Deutschland. Es erforderte eine lange Zusammenarbeit, und durch diese Zusammenarbeit kamen die Kinder einander viel näher, als bei den Austauschprogrammen in den letzten Jahren.
Natürlich gab es auch Begleitprogramme. Wir machten einen Ausflug in den Harz, wo wir ein Bergwerk und einen Naturpark besuchten und zum Schluss in einer Eishalle Schlittschuh liefen. Um den Kindern etwas über die Geschichte von Deutschland beizubringen, besichtigten wir ein Grenzlandmuseum, wo wir viel Interessantes über die zwei deutschen Staaten und über die Wiedervereinigung erfuhren. Der Höhepunkt war der Tag, als wir mit dem ICE nach Berlin fuhren, wo wir eine Führung im Reichstag hatten, wir gingen am Brandenburger Tor spazieren, schauten das Holokaustdenkmal an. In Berlin hatten wir auch das Glück, bei Viva TV eine Live-Show miterleben zu können.
Am stimmungsvollsten war aber das Abschlussfest, wozu auch die Gastgeberfamilien eingeladen wurden, um ihnen die Produkte der einzelnen Gruppen vorzustellen. Die Tische waren in den ungarischen Nationalfarben gedeckt, ungarische Weine wurden angeboten und noch dazu leckere deutsche Spezialitäten.
Wir fuhren 2 Wochen nach unserer Ankunft mit unvergesslichen Erlebnissen nach Hause und erwarten unsere Freunde im März, um die angefangene Arbeit hier in Ungarn vollenden zu können.

Kincses Mihályné