2006. April

 

OSCAR Der Filmpreis

Nach dem letzten deutschen Oscar von 2003, der von dem Film Nirgendwo in Afrika (Regisseur: Caroline Links) in der Kategorie "bester fremdsprachlicher Film" geholt wurde, kann die deutsche Filmindustrie wieder stolz sein. Obwohl der Film Sophie Scholl (Regisseur: Marc Rothemund) keinen Oscar bekommen hat, ist doch auch die Nominierung zur "besten fremdsprachlichen Film" ein schönes Ergebnis. Schauen wir einmal ein bisschen nach, woher der Preis stammt!
Der Oscar (Academy award) ist der Preis der Amerikanischen Filmakademie (Academy of Motion Picture, Arts and Sciences), der Jahr für Jahr in vierundzwanzig Kategorien vergeben wird. 1929 war das erste Jahr, in dem der Oscar in damals noch drei Kategorien (der beste Film von 1927-1928, die beste Darstellerin und der beste Darsteller) verliehen wurde. Die Kategorie "bester fremdsprachlicher Film" wurde 1947 zum ersten Mal eingeführt. In diesen Anfangsjahren wurde meistens nur ein (japanischer) Film nominiert und die Kategorie manchmal auch ausgesetzt.
Ab 1956 wurde sie regelmäßig, und den Preis erhielt, schon aus mehreren Filmen ausgewählt, wirklich der beste Film.
Heute zählt die jedes Jahr im März veranstaltete Oscar-Gala zu der niveauvollsten Veranstaltung der Filmwelt. Die vergoldete Statue, das Symbol des Oscars, die von Cedric Gibbons entworfen und von George Stanley modelliert wurde, wird im Rahmen dieser Gala verliehen. Wer an dem Tag eine von den Statuen erhält, bekommt damit die größte Ehre seines Berufs und bessere Chancen in der Filmindustrie.
Der Preis hat einen riesigen Einfluss auch auf die meisten Zuschauer, die ins Kino gehen und aus dem Angebot wählen; die Filme, die mit ihm ausgezeichnet wurden, locken die Mehrheit des Publikums in die Kinos. Aber ob uns diese Filme gut gefallen oder nicht, hängt sicherlich nicht von der Zahl der Oscars ab. Es ist pure Geschmackssache.
V.M.