Lassen Sie sich für unseren Newsletter registrieren
  FOTO DES MONATS
  FRAGE DES MONATS
  ARTIKEL DES MONATS
  WICHTIGE LINKS
www.malev.hu
www.budapester.hu
www.pesterlloyd.net
  WÄHRUNGSRECHNER
 STATISTIK

Pavillon - Archiv

Zugverbindungen immer weniger?

 

Voriges Jahr wurde der Eisenbahnverkehr auf vielen Linien von der Regierung eingestellt. So kamen zahlreiche Bahnhöfe und Haltestellen außer Betrieb. Ursache ist die Wirtschaftlichkeit oder eben die Unwirtschaftlichkeit der Linien. Wieso? Fahren die Leute nicht zur Arbeit oder zur Schule? Doch, aber der Zustand der Bahnhofsgebäude, ihre große Entfernung zu den Ortskernen, die fehlende Sauberkeit der Eisenbahnwagen und vor allem die mangelnde Propaganda für die Eisenbahn zeigen Auswirkungen. So sind die Schienen z.B. zwischen Kiskörös und Kalocsa tot. Am Tag! In der Nacht kommen dann die „dunklen Gestalten“, die „freiwilligen Metallsammler“. So verschwinden allmählich die (eisernen) technischen Einrichtungen und anderswo selbst die Schienen.

Aber nicht nur dieses Faktor vermindert den Zugverkehr in Ungarn. Zum großen Teil ist auch die Bahn selbst veraltet. Noch ist es nichts entschieden, doch aus dem Verkehrsministerium sickerte durch, dass das täglich verkehrende Intercity-Paar zwischen Budapest und der Komitatshauptstadt Kaposvár eingestellt werden soll. Die Staatliche Eisenbahngesellschaft begründete die geplante Einstellung der Linie damit, dass die Gleisanlagen auf dieser Strecke für den Einsatz des Intercity nicht sicher genug seien. Nach bekannt werden der geplanten Einstellung fanden sich die Kommunalpolitiker in ihrem Protest zusammen. Der Intercity ist die einzige Möglichkeit, schnell von Kaposvár in die Hauptstadt zu gelangen und eben deshalb die wichtigste Verbindung. 

 

Studenten der Universität Kaposvár, dem größten Hochschulkomplex außerhalb von Budapest, nutzen diese Verbindung ebenso wie Pendler, die täglich damit zur Arbeit fahren. Die Fahrzeit zwischen den beiden Orten beträgt 2 Stunden vierzig Minuten und könnte bei Modernisierung der Gleisanlagen noch bedeutend verkürzt werden. Zur Zeit dürfen die Züge, die für Geschwindigkeiten von 160 km/h ausgelegt sind, stellenweise eben wegen des Zustandes der Gleisanlagen nur mit 10 km/h verkehren („Blumen pflücken verboten!“).

Hier setzt die Argumentation der Kommunalpolitiker an, die statt der Einstellung der Linie die Modernisierung der Gleisanlagen fordern. Außerdem sei schon vor Jahren zugesagt worden, die Anzahl der IC-Züge sogar noch zu erhöhen.

Als Reaktion auf die Proteste versicherte das zuständige Ministerium zunächst mündlich, dass der IC nicht eingestellt werde. In einer später nachgereichten schriftlichen Erklärung war die Rede davon, den Zugverkehr in das Komitat Somogy über die Intercity-Züge zwischen Budapest und Pécs zu sichern. Dadurch würde die Zugfahrt aber noch um eine weitere halbe Stunde länger. Diese Lösung halten die Politiker des Komitats für unakzeptabel und kämpfen weiter um ihre IC-Linie.

Eine endgültige Entscheidung dazu fällt im Oktober, wenn die Staatliche Eisenbahngesellschaft (MÁV) dem Ministerium ihren neuen Fahrplan zur Prüfung und Bestätigung vorlegen muss. 

Info über Zugfahrpläne in Ungarn: www.elvira.hu

 

K. L.

 

2005-2007

2007/02

 weiter >> 


2007/08

 weiter >> 


2007/01

 weiter >> 


2007/09

 weiter >> 


2007/03

 weiter >> 


2007/07

 weiter >> 


2007/06

 weiter >> 


2007/05

 weiter >> 


2007/04

 weiter >> 


2006/02

 weiter >> 


2006/11

 weiter >> 


2006/08

 weiter >> 


2006/01

 weiter >> 


2006/10

 weiter >> 


2006/12

 weiter >> 


2006/09

 weiter >> 


2006/03

 weiter >> 


2006/07

 weiter >> 


2006/06

 weiter >> 


2006/05

 weiter >> 


2006/04

 weiter >> 


2005/11

 weiter >> 


2005/08

 weiter >> 


2005/10

 weiter >> 


2005/12

 weiter >> 


2005/09

 weiter >> 


2005/07

 weiter >> 


2005/06

 weiter >> 


 
DEUTSCHSPRACHIGER STAMMTISCH